

Doppelfassade als Klima- und Akustikfilter
Zwischen Sendlinger Tor und Stachus (Karlsplatz), im direkten Strom der Sonnenstraße, setzt das Lumen Munich auf eine Architektur mit hoher Tageslichtqualität. Der Neubau verbindet großzügige Verglasungen mit einer zweiten, beweglichen Ebene aus Glas: Schiebefaltläden aus Glas, die als vorgelagerte Schicht Distanz schaffen – zur Hektik der Straße, zu Lärm und Wetter, und zugleich zu den klassischen Grenzen zwischen „innen“ und „außen“. Für Nutzerinnen und Nutzer heißt das: Tageslicht, Sichtbezug und Lüftung lassen sich situativ steuern, ohne die ruhige Ordnung der Fassade zu stören. Über den Tag verändert sich die zweite Glashaut sichtbar: mal geschlossen als ruhiger Puffer, mal geöffnet als feine, fast loggienartige Schicht zwischen Büro und Stadt. So wird die Fassade nicht nur „Schutz“, sondern ein nutzbares Instrument für Komfort und Atmosphäre.
Premium 40: Glas-Schiebefaltläden als zweite Haut
Insgesamt realisierte die Baier GmbH aus Renchen-Ulm für die vier Obergeschosse an der Sonnenstraße 48 zweiflügelige Schiebefaltläden aus Glas (Modell Premium 40) – pro Etage 12 Anlagen. Die Glas-Faltschiebeläden lassen sich motorisch parallel zur Fassade bewegen und in einer V-Stellung parken. Alle Anlagen öffnen nach links. Im geschlossenen Zustand liegt die Beschlag- und Antriebstechnik verdeckt hinter der Füllung: Die Technik tritt zurück, die Architektur bleibt lesbar. So werden die Glas-Schiebefaltläden zum präzisen Werkzeug zwischen Transparenz, Bedienbarkeit und ruhigem Fassadenausdruck. In der viergeschossigen Wiederholung entsteht daraus ein präzises Fassadenmotiv: 48 Anlagen, die das Raster nicht unterbrechen, sondern im geöffneten wie im geschlossenen Zustand konsequent weiterzeichnen.


Ort, Kubatur und Lichtidee
Im dichten Stadtraum der Münchner Innenstadt reagiert das Lumen Munich mit einer Architektur, die nicht auf ikonische Geste setzt, sondern auf Präzision im Raster. Die Fassade zur Sonnenstraße ist als klar gegliederte Schicht aufgebaut: horizontale Bänder, schlanke Vertikalen und großzügige Öffnungen lassen ein ruhiges, fast grafisches Bild entstehen. Dahinter organisiert der C-förmige Baukörper flexible Büroflächen um einen Innenhof – Tageslicht wird so nicht nur zur Straße hin, sondern auch in die Tiefe des Gebäudes geführt.
Doppelfassade als nutzbare Zwischenzone
Die gestalterische Klarheit ist eng mit dem Klima- und Akustikkonzept verknüpft. Zur belebten Sonnenstraße arbeitet das Gebäude mit einer zweischaligen Hülle, die Straßenlärm dämpft und zugleich natürliche Belüftung ermöglicht. Die raumhohen Schiebefaltläden aus Glas sind dabei die aktiv nutzbare Komponente: geschlossen wirken sie als Lärm- und Klimapuffer, geöffnet lassen sie Luft in den Zwischenraum, ohne die Arbeitsbereiche unmittelbar der Stadt auszusetzen. Bei geschlossener Verglasung sind passive Solargewinne möglich, bei Überhitzung können die Elemente zum Lüften geöffnet werden.
Detail, Materialität und Montage
Material und Fügung folgen dem gleichen Anspruch: maximale Transparenz bei hoher Robustheit. Die Rahmen der Glas-Faltschiebeläden wurden aus Quadratrohr gefertigt; die raumhohen Scheiben aus 12 mm TVG-Weißglas sind mit einer Silent-Folie ausgestattet und leisten damit einen spürbaren Beitrag zum Schallschutz. Ein schwarz eingefärbter Siebdruckrand (RAL 7021) kaschiert die Verklebung, sodass Glas und Metall als ruhige Fläche wirken. Die Verglasung wurde von einem Spezialisten aufgeklebt und zusätzlich oben und unten mit Winkeln gesichert. Baier fertigte die Rahmen vor und koordinierte die Schnittstelle zum Scheibenlieferanten


Technik wird unsichtbar, die Architektur bleibt lesbar
Sowohl Materialität als auch Montage folgen dem Prinzip der Zurückhaltung. Die Silent-Folie verbessert den Schallschutz, während der dunkle Randdruck die technische Fügung optisch „verschwinden“ lässt – entscheidend für die Ruhe der großen Glasfelder. Damit die Fassadenidee nicht überlagert wird, wurden die oberen und unteren Führungen der Glas-Schiebefaltläden so integriert, dass sie optisch im Beton „verschwinden“. So entsteht die seltene Kombination aus technischer Präzision und fast immaterieller Leichtigkeit.
Mockup zur visuellen Beurteilung
Dass die Schiebefaltläden aus Glas die architektonischen und funktionalen Erwartungen im Realmaßstab einlösen, wurde zudem über ein vorgelagertes 1:1-Mockup abgesichert: In der Bemusterung konnten Ästhetik und Lichtwirkung bei Tageslicht bewertet werden, ebenso Bedienbarkeit, Wind- und Betriebssicherheit sowie die saubere Integration in die Fassadenkonstruktion.
Sie planen eine Doppelfassade oder eine transparente Pufferzone wie beim Lumen Munich? Dann sprechen Sie mit uns über Glas-Faltschiebeläden oder passende Alternative. Baier begleitet Sie von Bemusterung und 1:1-Mockup über Planung und Fertigung bis zur Montage – damit Funktion, Optik und Integration in die Fassade von Anfang an stimmen.
Premium 40


