
© Arwal Immobilien AG – Visualisierung: Swiss Interactive AG

© Baier GmbH Foto: Beat Bühler
Schiebefaltläden: bewegliche Fassadenelemente mit Doppelfunktion
Schiebefaltläden – auch Faltschiebeläden genannt – sind bewegliche Fassadenelemente, deren gelenkig verbundene Flügel sich in einer Laufschiene führen lassen. Beim Öffnen falten sie sich zu einem kompakten Paket und geben große Fensterfronten frei. Beim Neubau an der Rigistrasse 35 in Luzern übernehmen die Schiebefaltläden von Baier eine Doppelfunktion: Sie schützen die Verglasungen vor Sonneneinstrahlung und prägen zugleich das Erscheinungsbild der Fassade. Als außenliegender Sonnenschutz fangen sie die Strahlung vor dem Glas ab und begrenzen so den Wärmeeintrag in die Wohnungen. Je nach Stellung lassen sich Lichteinfall, Einblicke und damit Sicht und Privatsphäre flexibel regulieren.
Schiebefaltladen Premium 70: Holzlamellen in durchgehendem Raster
Baier setzte an der Rigistrasse das Schiebefaltladen-System Premium 70 ein, das sich manuell oder automatisiert bedienen lässt. Das System eignet sich besonders für schmale Fugenbilder und eine ruhige, homogene Fassadengestaltung. Für die Füllung stehen nahezu alle Materialien zur Verfügung, darunter Holz, Aluminium, Lochblech, Streckmetall, Gewebe oder Platten. Ein umlaufendes Aluminium-Rahmenprofil liegt hinter der Füllung und lässt Beschläge und Bandtechnik bei geschlossenen Läden unsichtbar werden.
Vertikale Kontinuität über alle Geschosse
An der Rigistrasse besteht die Füllung aus Holzlamellen in einem einheitlichen Raster. Die Lamellen stehen über alle Geschosse hinweg genau übereinander – Geschoss für Geschoss setzt sich so dieselbe vertikale Linie fort. Dadurch ergeben die Läden in jeder Stellung, ob geschlossen, teilweise oder ganz geöffnet, ein harmonisches Fassadenbild.

© MSA Meletta Strebel Architekten AG

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Umlaufende Fassadenbänder: Gestaltung und Technik in einem Bauteil
Der See- und Bergblick bestimmt den Entwurf von MSA Meletta Strebel Architekten. Über die ganzen Fensterfronten laufende Schiebefaltläden lenken den Blick in die Weite und filtern das Sonnenlicht – die Architekten sprechen von mediterraner Sinnlichkeit. Prägendes Element der Fassade sind die horizontal umlaufenden Bänder, an denen die Läden oben in der Laufschiene hängen und unten geführt sind. Die Fassadenbänder verbinden Gestaltung und Technik in einem Bauteil: Sie gliedern die Fassade geschossweise und nehmen Lauf- und Führungsschienen auf. Die Schienen bleiben so optisch verdeckt und dennoch für die Instandhaltung gut zugänglich.
Weißtanne, Kesseldruckimprägnierung und offenporige Lasur
Als Füllung wählte das Projektteam Weißtanne – astarm und im Rift-/Halbrift-Schnitt. Bei diesem Einschnitt verlaufen die Jahrringe annähernd rechtwinklig zur Brettoberfläche, was das Holz formstabil hält. Die Lamellen messen 20 × 60 mm und haben abgerundete Kanten. Das Holz ist kesseldruckimprägniert und allseitig mit einer wasserbasierten, offenporigen Lasur behandelt. Bei der Kesseldruckimprägnierung dringt das Schutzmittel unter hohem Druck tief in das Holz ein und schützt es gegen Pilze und Insekten. Einen Oberflächenschutz gegen UV-Strahlung ersetzt sie jedoch nicht – diese Aufgabe übernimmt die diffusionsoffene Lasur, die das Holz zudem Feuchtigkeit abgeben lässt und die Maserung betont. So bleibt die Holzoptik an der bewitterten Hangfassade dauerhaft ansehnlich.



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Herausforderung: Bauen am Steilhang
Das Grundstück liegt mitten in einem bestehenden Wohngebiet, mit starker Steigung und Nachbarbebauung auf beiden Seiten. Die schwierige Zugänglichkeit prägte Logistik und Montage. Die stufenweise, terrassierte Gebäudestruktur mit Terrassen und Balkonen erzeugt viele unterschiedliche Details und Anschlüsse – teils vor Fenstern, teils vor Freibereichen. Baier stimmte diese Anschlüsse so ab, dass sie harmonisch zusammenwirken und die Fugen sauber durchlaufen. In enger Zusammenarbeit mit Planer- und Bauherrschaft löste Baier diese Aufgabe mit sichtbarer Liebe zum Detail.
Erfahrung in der Abwicklung internationaler Projekte
Die Umsetzung in der Schweiz erforderte neben der Fertigung auch Erfahrung in der internationalen Projektabwicklung. Trotz räumlicher Nähe und bilateraler Abkommen bringen grenzüberschreitende Projekte zusätzliche Anforderungen mit sich – von Zollformalitäten und der Entsendung von Mitarbeitenden bis hin zu erhöhtem administrativem und logistischem Aufwand. Baier übernahm diese Abläufe, fertigte Fassadenbänder und Schiebefaltläden und montierte sie bis zum Projektabschluss 2025. Mit Referenzen wie dem Kunstmuseum Basel sowie weiteren Projekten in Österreich und Polen verfügt das Unternehmen über Erfahrung in der Planung, Fertigung und Montage beweglicher Fassadenelemente über Ländergrenzen hinweg. Die Rigistrasse 35 steht damit exemplarisch für die internationale Umsetzungskompetenz von Baier.
Sie planen eine Fassade, bei der Sonnenschutz und Gestaltung eine Einheit bilden sollen? Wir zeigen Ihnen gern, wie sich Ihre Idee mit unseren architektonischen Sonnenschutzsystemen umsetzen lässt.



