
Hebefaltläden – zwischen Ausgabe und Aufenthaltsbereich
Gerade in Kantinen entscheidet die Qualität der Übergänge darüber, wie selbstverständlich ein Raum funktioniert. In Willstätt wurde der Hebefaltladen nicht als rein technisches Bauteil verstanden, sondern als Teil der Innenarchitektur. Die drei Anlagen schließen die Ausgabefront über die gesamte Breite ab und formulieren im geöffneten wie im geschlossenen Zustand eine klare Raumkante. Das eingesetzte Streckmetall mit Mittelmasche verleiht der Fläche Tiefe und Durchlässigkeit zugleich: Der Raum wirkt gegliedert, aber nie massiv abgeschottet. Der bewegliche Abschluss definiert die Nutzungszonen und bewahrt zugleich die offene Atmosphäre des Cafeteria-Bereichs.
Streckmetall-Hebefaltladen mit technischer Präzision
Die konstruktive Ausarbeitung folgt konsequent dem Anspruch einer ruhigen, architektonischen Erscheinung. Rahmen und Flügel wurden aus Aluminiumprofilen gefertigt, alle sichtbaren Bauteile pulverbeschichtet und in RAL 9007 seidenglänzend ausgeführt. Ergänzt wird die Anlage durch eine maßgefertigte Blechverkleidung, die die Mechanik vollständig aus dem Blick nimmt. Auch die Befestigung wurde so gelöst, dass ein sauberes Gesamtbild entsteht. Direkt unter den Läden unterstützt eine Steinplatten-Auflage die tägliche Nutzung, weil Tabletts komfortabel verschoben werden können. Damit verbindet das Projekt Materialehrlichkeit und robuste Alltagstauglichkeit mit einem präzisen gestalterischen Ausdruck.


Bedienfreundlich und sicher im Alltag
Für den täglichen Einsatz wurde die Anlage konsequent auf Bedienkomfort und Betriebssicherheit ausgelegt. Alle drei Hebefaltläden werden zentral über einen Schlüsselschalter gesteuert. Die Endlagen werden über integrierte Reedkontakte erfasst, während die Positionierung dazwischen über den Encoder in Verbindung mit der hauseigenen Steuerungstechnik erfolgt. So ist ein kontrollierter und gleichmäßiger Bewegungsablauf gewährleistet. Eine Kraftabschaltung bei Hindernissen erhöht die Sicherheit zusätzlich. Ergänzt wird das System durch eine mechanische Verriegelung, die vor ungewolltem Öffnen schützt.
Maßgefertigter Hebefaltladen für die Kantine in Willstätt
Maßgeblich ist die objektspezifische Ausarbeitung der Anlage, abgestimmt auf Nutzung, Raum und Ablauf. Die Kantine der Koehler Group verlangte nach einer Lösung, die Funktionalität, Bedienkomfort und Gestaltung gleichermaßen berücksichtigt. Genau hier zeigt sich die Stärke einer objektbezogenen Planung.
Einen ergänzenden Eindruck der Anlage im Betrieb vermittelt das YouTube-Video. Es zeigt die Hebefaltläden in Bewegung und macht Funktion, Materialität und räumliche Wirkung anschaulich.


Architektur, die Nutzung lesbar macht
Wenn sich Räume im Tagesverlauf verändern, braucht es Bauteile, die mehr können als nur öffnen und schließen. Der Hebefaltladen in Willstätt macht genau das sichtbar: Er trennt Küchenausgabe und Aufenthaltsbereich dort, wo Organisation erforderlich ist, und gibt den Bereich wieder frei, sobald Offenheit gefragt ist. Seine Streckmetalloberfläche erzeugt dabei kein hartes „Davor“ und „Dahinter“, sondern vermittelt zwischen Funktion und Atmosphäre. Diese Art von beweglicher Raumbegrenzung ist besonders dann interessant, wenn Innenräume flexibel genutzt werden und dennoch eine hochwertige, konsistente Gestaltsprache gewünscht ist. Das Projekt zeigt, wie aus einer technischen Aufgabenstellung ein architektonisch prägender Beitrag werden kann.
Sie planen ein Projekt, bei dem sich Funktion, Gestaltung und Alltagstauglichkeit präzise verbinden sollen? Baier entwickelt Lösungen, die sich passgenau in Architektur und Nutzung einfügen.


