
Bildnachweis: Alle Fotografien auf dieser Seite: © Brigida Gonzalez

Bewegliche Schiebeläden für ein wandelbares Haus
Das Strohballenhaus ist kein starres Objekt. Seine Grundrisse sind wandelbar, seine Wohnungen lassen sich unterschiedlich bewohnen, seine Räume sind bewusst gleichwertig gedacht. Auch die Fassade folgt dieser Idee der Offenheit. 22 motorische Schiebeläden lassen sich hinter die Weißtannenfassade schieben, sodass das System von außen kaum in Erscheinung tritt. Das verlangte eine besonders schlanke Konstruktion von der Laufschiene bis zur Bodenführung. Baier stimmte Konstruktionstiefe und Befestigung auf die vorhandene Holzkonstruktion ab – für Sonnenschutz, der sich bewegt, ohne die klare Ordnung der Fassade zu stören.
Technische Lösung: Laufschiene und Punktführung
So selbstverständlich die Schiebeläden am fertigen Haus wirken, so anspruchsvoll ist ihre Integration. Die Lauf- und Führungstechnik musste mit der Holzfassade harmonieren. Anschlüsse, Abstände und Bewegungsräume mussten stimmen. Kein Detail durfte beiläufig wirken, wenn die Architektur auf Reduktion setzt. Beim Strohballenhaus in Pfaffenhofen plante Baier ein motorisches Schiebeladensystem mit schlanker Laufschiene und Winkel-Kit. Für die untere Anbindung kam eine Punktführung zum Einsatz. Sie führt die Läden dezent und sicher, ohne die Fassade optisch zu belasten. So bleibt die Technik im Hintergrund – und die bewegliche Holzhaut übernimmt die sichtbare Rolle.


Modell Freiburg: Rahmen für architektonische Freiheit
Die Wahl fiel auf das Baier-Schiebeladenmodell Freiburg – hier bewusst ohne werkseitige Füllung. Die Rahmen wurden von Baier gefertigt, in RAL 7016 Strukturglanz pulverbeschichtet und bauseits gefüllt. Dadurch blieb der Sonnenschutz eng mit der Fassadengestaltung verbunden. Der Rahmen liefert Präzision, Führung und Stabilität; die Füllung übersetzt den Entwurf in Material und Rhythmus. In Verbindung mit vertikalen Holzlamellen entsteht ein bewegliches Fassadenelement, das nicht wie ein Zusatz wirkt. Es scheint aus der Architektur selbst heraus entwickelt: zurückhaltend, klar und dennoch täglich wirksam. Die dunkle Rahmung ordnet sich der Holzfläche unter und gibt den Lamellen eine feine, konstruktive Kontur.
Schmale Technik für starke Architektur
Das Strohballenhaus zeigt, dass nachhaltiges Bauen nicht kompliziert aussehen muss. Es muss gut geplant sein. Außenliegender Sonnenschutz ergänzt diese Haltung, weil er mit passiven Mitteln wirkt und sommerliche Wärmeeinträge reduziert. Die Schiebeläden verschatten, schützen und strukturieren, ohne die Einfachheit des Baukörpers zu überformen. Für Architekten und Planer ist das ein entscheidender Punkt: Sonnenschutz wird nicht nachträglich ergänzt, sondern als präzises Fassadenbauteil gedacht. Am Haus Hoinka in Pfaffenhofen zeigt sich, wie technische Sonderlösungen und architektonische Zurückhaltung zusammenfinden können – mit einem System, das schmal genug für die Einbausituation war und stark genug für den täglichen Gebrauch. So entsteht ein Detail, das die Haltung des Hauses weiterträgt.
Sie planen ein Projekt, bei dem Sonnenschutz, Fassade und Architektur ebenso selbstverständlich zusammenspielen sollen? Baier entwickelt Lösungen, die sich präzise einfügen – technisch durchdacht, gestalterisch sensibel und passend zu Ihrem Entwurf. Sprechen Sie mit uns über Ihr Projekt.

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